Der Stadtelternausschuss Trier nimmt zur Kenntnis, dass die Stadt Trier den Waldspielplatz auf dem Petrisberg nach den Herbstferien aufgibt. Als Grund nennt die Stadt zunehmende Sicherheitsrisiken durch den sich verändernden Waldbestand. Dass Sicherheit an erster Stelle stehen muss, steht für den StEA außer Frage – umso mehr erwarten wir jedoch, dass die Stadt diese Entscheidung nicht als Schlusspunkt behandelt, sondern als Startpunkt für zügiges Handeln.
Denn mit diesem Ort geht weit mehr verloren als ein gewöhnlicher Spielplatz. Der zur Landesgartenschau 2004 entstandene Waldspielplatz war ein zentraler Treffpunkt für Familien aus dem gesamten Stadtgebiet, Ziel regelmäßiger Ausflüge von Kita- und Schulgruppen und – gerade an den zunehmend heißen Sommertagen der vergangenen Jahre – einer der wenigen schattigen Rückzugsorte im Grünen. Ein solcher Ort lässt sich nicht einfach streichen, ohne dass zeitnah gleichwertiger Ersatz folgt.
Die Stadt hat bereits einen neuen Spielplatz im Quartier sowie die Suche nach einem waldnahen Ersatzstandort angekündigt – ein Schritt, den der StEA ausdrücklich begrüßt. Wichtig ist aus Sicht des StEA dabei vor allem eines: Der Ersatz muss dem bisherigen Platz in Qualität und Ausstattung wirklich gleichwertig sein, keine abgespeckte Lösung. Elemente wie Hängebrücken und andere kleine Mutproben gehörten zu dem, was diesen Ort besonders machte und Kindern wichtige Entwicklungserfahrungen ermöglichte; dieser Anspruch darf beim Ersatz nicht verloren gehen. Angesichts des Klimawandels und immer heißerer Sommer duldet die Schaffung solcher naturnahen Spielorte für Trierer Familien und Schulen keinen Aufschub. Der StEA wird die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen.

